Gewähltes Thema: Ein Überblick über Low-Code-/No-Code-Plattformen

Entdecken Sie, wie Low-Code- und No-Code-Plattformen die Softwareentwicklung beschleunigen, Innovation demokratisieren und Fachabteilungen befähigen, ohne klassische Programmierung wirksame digitale Lösungen zu schaffen.

Low-Code-/No-Code-Plattformen ermöglichen das Erstellen von Anwendungen über Drag-and-Drop, visuelle Workflows und wiederverwendbare Komponenten. So entstehen Formulare, Datenmodelle und Automatisierungen schneller, konsistenter und sicherer als mit handgeschriebenem Code in traditionellen Entwicklungsumgebungen.

Was sind Low-Code-/No-Code-Plattformen?

Marktlandschaft und führende Anbieter

Große Anbieter integrieren Low-Code in bestehende Cloud- und Datenplattformen, ermöglichen einheitliche Sicherheit, Monitoring und Identitätsmanagement. Dadurch lassen sich Anwendungen zentral verwalten, Unternehmensdaten besser schützen und Compliance-Anforderungen effizient erfüllen, ohne die Innovationsgeschwindigkeit zu drosseln.

Typische Einsatzszenarien in Unternehmen

Automatisierung von Backoffice-Prozessen

Genehmigungen, Urlaubsanträge, Onboarding oder Rechnungsfreigaben werden als digitale Workflows umgesetzt. Regeln, Formulare und Benachrichtigungen lassen sich visuell orchestrieren. Das reduziert Medienbrüche, erhöht Transparenz und schafft mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten in den betroffenen Teams.

Schnelle Prototypen und MVPs

Teams testen Ideen mit klickbaren Prototypen und funktionsfähigen Minimalversionen. Feedback fließt direkt in neue Iterationen ein. So sinkt das Risiko teurer Fehlinvestitionen, und erfolgversprechende Konzepte erreichen Nutzerinnen und Nutzer deutlich schneller als mit klassischen Entwicklungszyklen.

Citizen Development in Fachabteilungen

Ein Logistikteam baute eine Sendungsverfolgung, die Fahrerstatus, Fotos und Schäden erfasst. IT stellte Guardrails, Datenzugriff und Deployment bereit. Diese Zusammenarbeit zeigte, wie Domänenwissen und Plattformkompetenz zusammenfließen, Reaktionszeiten verkürzen und die Zufriedenheit im operativen Tagesgeschäft steigern.

Governance, Sicherheit und Compliance

Definieren Sie Namenskonventionen, Datenklassifizierungen, Freigabeprozesse und Rollen. Legen Sie klare Standards für Vorlagen, Komponentenbibliotheken und wiederverwendbare Integrationen fest. So entstehen konsistente Anwendungen, die geprüft, dokumentiert und im Lebenszyklus verlässlich betrieben werden können.
Mit rollenbasierter Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Audit-Logs bleiben sensible Informationen geschützt. Prüfen Sie Speicherorte, Auftragsverarbeitung und Datenflüsse sorgfältig. Besonders bei personenbezogenen Daten sind Privacy-by-Design, Datenminimierung und nachvollziehbare Einwilligungen unverzichtbare Grundprinzipien.
Nutzen Sie Testumgebungen, Versionskontrolle und automatisierte Prüfungen. Definieren Sie Metriken für Performance und Fehlerquoten. Regelmäßige Reviews durch IT und Fachabteilungen sichern Stabilität, während Schulungen sicherstellen, dass Citizen Developer nachhaltige Muster statt kurzfristiger Schnellschüsse etablieren.

Integration und Skalierung

Anbindung an bestehende Systeme

Konnekoren, APIs und Ereignis-Streams verknüpfen Low-Code-Apps mit ERP, CRM, Data Warehouses und Identity-Lösungen. Standardisierte Schnittstellen reduzieren Integrationsaufwand, während Webhooks und Messaging-Layer für robuste, lose gekoppelte Architekturen sorgen, die Änderungen besser verkraften.

Total Cost of Ownership verstehen

Betrachten Sie Lizenzen, Schulungen, Betrieb, Wartung und Change-Management. Evaluieren Sie Einsparungen durch kürzere Entwicklungszeiten, weniger Schatten-IT und reduzierte Fehler. Eine transparente Kostenstruktur schafft Akzeptanz bei Stakeholdern und hilft, Roadmaps realistisch zu planen.

Schatten-IT vorbeugen, Nutzen erhöhen

Bieten Sie zentrale Plattformen, Support und Vorlagen anstatt Verbote. So bündeln Sie Energie in sichere, wiederverwendbare Lösungen. Ein Community-Ansatz mit Showcases, internen Sprechstunden und Guidelines ersetzt isolierte Insellösungen durch skalierbare, organisationweit nutzbare Bausteine.

Messbare Ergebnisse und KPIs

Verfolgen Sie Entwicklungsdauer, Nutzungsraten, Prozessdurchlaufzeiten und Fehlerquote. Eine Behörde senkte zum Beispiel Bearbeitungszeiten um 40 Prozent, nachdem Anträge digitalisiert wurden. Teilen Sie Erfolge im Intranet, laden Sie zur Diskussion ein und gewinnen Sie Unterstützer für die nächsten Schritte.

Trends: KI-Assistenz und die Zukunft der Entwicklung

KI formuliert Formeln, generiert Datenmodelle, schlägt Integrationen vor und erklärt Fehler. Prompt-gestützte Oberflächen machen komplexe Funktionen zugänglich. Dennoch braucht es Review, Testabdeckung und Governance, damit Geschwindigkeit nicht auf Kosten von Sicherheit und Qualität geht.

Trends: KI-Assistenz und die Zukunft der Entwicklung

Fachleute, Entwickler, Design und Sicherheit arbeiten als Fusion-Team. Product Owner kuratieren Backlogs, Plattform-Engineers betreuen Guardrails, Community-Manager fördern Austausch. Diese Rollenverteilung macht Innovation reproduzierbar und stärkt Verantwortungsgefühl in allen Beteiligten nachhaltig.
Krusarin
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